Aussicht auf das Elbtal und die Bärensteine

Malerweg 3. Etappe: Von Hohnstein nach Bad Schandau

Gautschgrotte, Brand und Raubschloss

Von Hohnstein ging es zunächst wieder hinunter zum Einstieg auf die dritte Etappe des Malerwegs. Das erste Ziel war die Grautschgrotte, die sich in einem Felsental befindet, und die ich sehr beeindruckend fand.

Der weitere Weg führte größtenteils eben weiter und unterhalb von steilen Felswänden entlang. Auf angenehm sandig-erdigen Boden ging es zur Diebshöhle, eine kleine Grotte, die sich nicht weit vom Weg entfernt befindet. Nun führte der Malerweg ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten zur Brandaussicht, die laut dort befindlicher Infotafel die berühmteste Aussicht in der Sächsischen Schweiz bietet – was sicherlich nicht untertrieben ist.

Kurz nach dem Aussichtspunkt bot sich ein Abstecher zur Hafersäcke-Aussicht an, von der der Blick zu der gleichnamigen Felsformation schweifte. Der Malerweg führte nun durch eine tolle Felsenenge hindurch abwärts. Im Talgrund angekommen war erst einmal ein Stück entlang der Straße angesagt, bevor es schweißtreibend bergan nach Waitzdorf ging.

Doch nun führt der Malerweg auf der Ebene entlang zu zwei tollen Aussichtspunkten mit Blick auf Pfaffenstein, Lilienstein und das Elbtal mit Bastei. Ich kam mit Einheimischen ins Gespräch, die mir jede einzelne Erhebung mit Namen zeigten. Sie erklärten mir auch, dass Erhebungen, die auf -stein enden, aus Sandstein bestehen, während welche auf -berg vulkanischen Ursprungs sind.

Anschließend wanderte ich wieder durch Wald und den Kohlichtgraben abwärts nach Kohlmühle. Der Malerweg führte nun durch das Sebnitztal an der Bahnlinie entlang. Nach einer Weile bot sich ein Abstecher zum Goßdorfer Raubschloss an, das auch alte Burg Schwarzberg genannt wurde. Beim Anstieg auf den Bergsporn müsste ich erneut einige Treppenstufen erklimmen.

Goßdorfer Raubschloss

Das Goßdorfer Raubschloss wurde zum Ende des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und wurde vermutlich errichtet, da zu dieser Zeit eine wichtige Handelsroute durch das Tal verlief. Bereits einige Jahrzehnte später verfiel die Anlege bereits. Um die Erinnerung an die ehemalige Burganlage wach zu halten, wurde auf den kümmerlichen Mauerresten eine künstliche Ruine errichtet.

Wieder zurück auf dem Malerweg lief ich einen Forstweg hinauf nach Altendorf. Offiziell endet hier ja die dritte Etappe, meine Unterkunft wartete jedoch in Bad Schandau, so dass ich durch die tolle Dorfbachklamm ins Kirnitzschtal abstieg. Dort verließ ich den Malerweg und folgte dem Flößersteig nach Bad Schandau.

Bei einem Abendspaziergang besuchte ich die Burgruine Schomberg auf dem Schlossberg und beschloss damit einen ereignisreichen Tag.

Ehemals stand hier eine Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahre 1883 wurde auf dem Gelände eine künstliche Burgruine errichtet.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 15,7 km, Anstieg: 430 m, Abstieg: 495 m