Altstadt von Pirna

Malerweg 8. Etappe: Von Weißig nach Pirna

Rauenstein, Kleiner Bärenstein und Schloss Sonnenstein

Auch auf der letzten Etappe meinte es der Wettergott gut mit mir – bei Sonnenschein begann ich die Tour. Nach dem Verlassen von Weißig sind die Erhebungen der Umgebung zu sehen: Lilienstein, Pfaffenstein, Königstein, die Bärensteine und direkt vor mir: Der Rauenstein. Dieser wollte jedoch erst einmal erklommen werden, wieder einmal ging es Stufen aufwärts. Aber inzwischen bin ich ja Profi beim Bewältigen von Stufen. Zuerst machte ich einen Abstecher an der Gaststätte vorbei zu einem herrlichen Aussichtspunkt. Im weiteren Verlauf begeisterte mich der Weg auf dem Grat entlang: Felsen, Stiegen, Brücken und weitere Aussichten – alles, was das Wanderherz begehrt, war dabei.

Doch auch diese Passage endete bald – schade. Durch Wald führte mich der Malerweg abwärts. Kurz vor Pötzscha war die Markierung nicht eindeutig, eine Blick auf die Karte brachte Klarheit. Im Ort machte ich einen Abstecher zur Elbe, der Blick über den Fluss auf Stadt Wehlen brachte Erinnerungen der ersten Etappe zurück.

Der Wanderweg führte mich wieder bergan nach Naundorf. Dort stand ein Abstecher zum Kleinen Bärenstein an, dazu folgte ich dem roten Punkt zum Aussichtspunkt hinauf. Markant ist der große Sandsteinblock, dort stand nun die erste längere Pause an: Alleine dort oben, ein toller Blick auf die Tafelberge, einfach herrlich.

Nach etwa einer Stunde machte ich mich wieder an den Abstieg, an einer Abzweigung teilte sich mein Wegzeichen, ich wanderte links hinab zur Götzingerhöhle.

Von dort ging es dann einen unmarkierten Pfad zurück zum markierten Wanderweg und nach Naundorf hinein. Ich lief durch den Ort abwärts, bald führte der Malerweg in den Wald. Längere Zeit wanderte ich oberhalb der Elbe entlang, leider hatte ich keine Aussicht auf den Fluss. Manchmal waren auch einige matschige Stellen zu umgehen und über den einen oder anderen quer liegenden Baumstamm zu steigen.

Nach einer Weile erreichte ich einen Rastplatz; eine Stück weiter befand sich mein ersehnter Aussichtspunkt auf das Elbtal. Ich folgte dann dem Malerweg hinab und verpasste dort wohl auch die Königsnase, einem Felsen, der dem Profil von König Ludwig XIV. ähnlich sieht. Nun ja.

Ab Vogelgesang folgte ich dem Malerweg dann knapp drei Kilometer auf einer Straße an der Elbe entlang – schade, das war nicht wirklich toll. Nach einer Dreiviertelstunde erreichte ich eine Abzweigung, nun ging es weg von der Straße und im Wald hinauf. Auf der Höhe war dann der Weg wegen Bauarbeiten gesperrt, eine Umleitung durch den Schlosspark war allerdings markiert.

So erreichte ich das Schloss Sonnenstein. Hier erkundete ich etwas die Anlage, bevor es hinab in die Altstadt von Pirna ging. Am Marktplatz endete schließlich der Malerweg nach offiziell 112 Kilometern. Nach der Einkehr lief ich weiter zum Bahnhof, meine nächste Unterkunft befand sich in Dresden.

Fazit

Der Malerweg ist ein empfehlenswerter Wanderweg – der allerdings auch recht anspruchsvoll ist. Als ich mir bei der Planung die einzelnen Etappenlängen anschaute, dachte ich eher an einen Spaziergang, die Topologie ist allerdings nicht zu unterschätzen. Und immer wieder boten sich auch Abstecher an, so dass ich fast bei jeder Etappe auf mindestens 20 Kilometern kam. Leider ist der Wanderweg nicht durchgehend mit dem Wegzeichen ausgezeichnet, vielfach folgt er anderen Markierungen, nur an Abzweigungen stehen Wegweiser mit dem geschwungenen M. Vor allem die knapp drei Kilometer Straße auf der letzten Etappe waren nicht so schön. Auch stand ich an einigen Abzweigungen und habe die Markierung gesucht oder sie war nicht eindeutig angebracht. Ein Beispiel war auch eine scharfe Wende in Pötzscha, der Wegweiser war nicht in Blickrichtung, erst ein Blick auf die Karte zeigte mir die Richtung an.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 13,9 km, Anstieg: 280 m, Abstieg: 385 m