Kernburg

Mullerthal Trail Route 3 Etappe 2

Burg Beaufort und Haupeschbaachtal

Für meine letzte Etappe auf dem Mullerthal Trail fuhr ich mit dem Bus von Echternach nach Larochette. Dort ging es an der Kirche vorbei und hinauf in den Wald hinein. Ich erreichte die Hütte auf dem Himmelberg, von der ich einen letzten tollen Blick auf den Ort und die Burg hatte. Nun stand eine längere, unspektakuläre Waldpassage an. Plötzlich knackte es im Unterholz und ein Reh sprang davon.

Auf der Höhe verließ der Weg den Wald und führte mich an Feldern und Wiesen vorbei. Es war ein schwül-warmes Wetter, ein leichter Wind ließ die Temperaturen erträglich werden. Es wechselten nun offene Landschaft und Waldgebiete ab, immer wieder öffneten sich Ausblicke auf die Umgebung.

Burg Beaufort

Nach einer Weile erreichte ich Berens; der folgende Abschnitt verlief wieder durch Wald und am Aleweier vorbei zum Klingelbur, einem alten Waschbrunnen. Von hier aus konnte ich in der Ferne bereits die Burg Beaufort erblicken. Kurz darauf lief ich durch Beaufort. Von der Straße bot sich mir ein herrlicher Blick auf die Burgruine, bevor ich hinab zur mittelalterlichen Anlage lief. Der Eintritt kostete 5 € für die Burganlage, es gab noch die Möglichkeit, auf einer Führung das angrenzende Renaissance-Schloss zu besichtigen, darauf verzichtete ich aber.

Nach der Besichtigung der Burganlage führte mich der Mullerthal Trail in das wildromantische Tal des Haupeschbaachs. Doch zuvor konnte ich bei einem Blick zurück über den See die Ruine erneut erblicken. Moosbedeckte Sandsteinfelsen säumen den Weg, immer wieder hielt ich an, um Bilder zu schießen – eine grandiose Landschaft. Das Tal ging bald in das Hallerbaachtal über. Der Trail querte mehrmals den Bach.

Nach einer Weile endete diese tolle Wegstrecke, der Wanderweg bog in das Tal der Schwarzen Ernz ab. Ein Graureiher flog davon, als ich aus dem Wald kam. Am Waldrand entlang lief ich nun durch den Talgrund nach Müllerthal, an dem diese Etappe nach knapp sechs Stunden endete. In der Zwischenzeit sind auch bedrohliche Wolken aufgezogen und ein Gewitter kündigte sich an. Doch zum Glück blieb es trocken, bis der Bus kam.

Fazit

Der Mullerthal Trail ist ein toller Wanderweg, die einzelnen Routen haben jeweils einen eigenen Charakter: Während auf der ersten Route Wald und offene Landschaft mit einzelnen Felsen dominierten, war die zweite Route der absolute Höhepunkt: Viele verschiedene Felsformationen und enge Klüfte zogen mich in Ihren Bann. Auf der Route 3 blieben mir vor allem die beiden Burgruinen und das Haupeschbaachtal in Erinnerung. Wer nur einige Tage Zeit hat, dem empfehle ich ganz klar, die Route 2 mit den Höhepunkten Wolfsschlucht, Hohllay und Kohlscheuer zu erwandern und zu erleben – ein unvergleichliches Erlebnis. Und man sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen, es gibt auch etwas abseits vom Wanderweg immer wieder etwas zu entdecken.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung für den Mullerthal Trail.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 20,0 km, Anstieg: 320 m, Abstieg: 390 m