In der Hauptburg der Burg Fels

Mullerthal Trail Route 3 Etappe 1

Schiessentümpel, Kalktuffquellen und Burg Fels

Die Route 3 auf dem Mullerthal Trail tangierte diesmal nicht Echternach. So fuhr ich am Morgen mit dem Bus von Echternach nach Müllerthal zum Einstiegspunkt. Zunächst wanderte ich den von der Route 2 bekannten Weg zum Schiessentümpel. Diesmal hatte ich – im Gegensatz zum Besuch zwei Tage vorher – den Wasserfall am Morgen für mich alleine.

Im Folgenden verlief der Wanderweg an der Schwarzen Ernz entlang, auf beiden Seiten des Tals befanden sich wieder Sandsteinfelsen. Langsam ging es hinauf zu den Kalktuffquellen. Es gibt deren zwei, die unteren fand ich beeindruckender, an einem Felsen lief über dichtes Moos das Wasser herab – ein schöner Ort, der mich zum Verweilen einlud.

Kalktuffquellen

Kalktuffquellen kommen in unseren Breiten selten vor und entstehen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Sie entstehen dort, wo Wasser an die Oberfläche tritt. Kohlendioxid, das im Wasser enthalten ist, entweicht und wird zusätzlich von Pflanzen zur Fotosynthese aufgenommen. Das unlösliche Kalziumkarbonat fällt auf Algen und Moose als Kruste aus: es entsteht der poröse und leichte Kalktuff.

Nun ging es auf einem Holzsteg am Bach entlang. Doch bald führte der Mullerthal Trail aus dem Tal heraus und im Marscherwald aufwärts. Auf der Höhe passierte das Ripsmoor, das leider trocken gefallen war. Bald darauf wies mich ein Wegweiser auf die Sonnenuhr hin; diese befindet sich oben auf dem Felsen auf einem Stein. Der weitere Weg führte mich hinab zur Straße nach Blumenthal. Hier zeigte der Wegweiser noch 8,3 km bis Larochette an und es war erst Mittagszeit.

Der Mullerthal Trail verlief nun größtenteils am Waldrand entlang, vorbei an blühenden Wildrosen und Holundersträuchern. Doch bald verließ ich das Tal der Schwarzen Enz und wanderte auf den Houbierg. Nach einer kleinen Rast im Schatten eines alten Baumes ging es nun längere Zeit durch Felder – und die Sonne brannte inzwischen heiß vom Himmel.

Endlich lief ich in den kühleren Wald, im Tal der Weißen Ernz kam ich an einer Grotte („Wandererkapelle”) vorbei: „Hier im Schatten, kühl und fein, lad ich den Wanderer zum Ruhen ein. Bete oh Wanderer. Betrachte die Zeit, wie schnell sie verrinnet zur Ewigkeit” – so der Spruch am Felsen.

Ein frisch betonierter Weg führte nun am Bach entlang. Kurz vor Supp würde ein Teilstück auch gerade neu erstellt. Am Ende des Ortes steigt der Trail wieder an, im Wald ging es nun ohne weitere Höhepunkte zu einem Rastplatz. Ein kleiner Abstecher zur Taiperlee war lohnenswert, schweifte doch mein Blick über Larochette, über dem Ort thronte die Burg Fels.

Burg Fels

Der Weg führte nun hinab nach Larochette, wo diese Etappe endet. Natürlich stattete ich der Burgruine noch einen Besuch ab, der Eintritt ist kostenpflichtig, die Besichtigung der Anlage aber absolut lohnenswert.

Nach der ausgiebigen Erkundung der Burganlage war es nur noch ein Katzensprung hinab in den Ort, mit dem Bus ging es zurück nach Echternach.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 18,2 km, Anstieg: 330 m, Abstieg: 270 m