Grotte in der Falkensteiner Schlucht

Unterwegs am Donnersberg

Durch die Falkensteiner Schlucht

Der zweite Teil der Artikelserie über Ziele am Donnersberg führt in die Falkensteiner Schlucht. Teils bizarre Gesteinswände formen das enge Tal, das sich zwischen Imsbach im Süden und Falkenstein im Norden befindet.

Startpunkt der Runde ist der Parkplatz am unteren Ende des Falkensteiner Tals, der komplette Weg ist nicht markiert. Gleich zu Beginn waren wir sehr beeindruckt von den hohen Wänden der Schlucht: Risse durchziehen das Konglomerat, etwas Wasser rann herab. Ein Pfad führte uns am Gestein entlang langsam hinauf.

Falkensteiner Schlucht

Die Gesteine in der Falkensteiner Schlucht entstanden durch Ausbrüche des Donnersbergvulkans vor etwa 285 Millionen Jahren. Aufgrund der zähen Konsistenz seines Magmas bildeten sich hochaufragende Felsnadeln, die bei weiterer Magmenzufuhr kollabierten. Die aus Rhyolith bestehenden Felsnadeln fielen die Flanken des Vulkans hinab. Diese Gesteinsbruchstücke wurden mit zunehmender Entfernung immer mehr abgerundet und im Falkensteiner Tal durch Ausfällung von Quarz verfestigt. Die hohen Felswände sind sehr widerstandsfähig. Der Felsendurchgang wurde bergmännisch in den Fels getrieben.

Obwohl das Gestein aus verschiedenen Bestandteilen zusammengepresst wurde, war es doch sehr fest. Der erste Höhepunkt stand bereits kurz darauf an: Ein Tunnel, der in die Wand gehauen wurde und durch das der Pfad führt.

Auf dem Weg, der uns langsam hinaufführte, sahen wir in den Felsen immer wieder Figuren, Köpfe und dergleichen – wir ließen der Fantasie freien Lauf. Die Kameras klickten ständig, um die Augenblicke festzuhalten. 

Schließlich erreichten wir einen Aussichtspunkt, an dem wir eine längere Rast einlegten. Unser Blick schweifte über das Tal zum Reiterhof. Ein schöner Ort für eine Pause. Doch schließlich rafften wir uns auf und folgten weiter dem Pfad. Am Ende absolvierten wir einen Abstecher nach links zur Luise-Rubel-Bank, einem weiteren herrlichen Aussichtspunkt. Wir erblickten am oberen Ende des blühenden Falkensteiner Tals die Burgruine Falkenstein.

Es ging denselben Weg zurück und an der Abzweigung vorbei dem Pfad folgend zu einem weiteren Aussichtspunkt, der allerdings nicht so schön wie der erste war. Die Vegetation wurde im weiteren Verlauf nun karg: Kiefern standen mit Abstand am Hang, verblichene Stämme lagen zwischen ihnen – es sah teilweise wie ein Baumfriedhof aus. Schließlich erreichten wir im Tal wieder die Straße, ein kleines Stück aufwärts und der Parkplatz war wieder erreicht.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 1,9 km, An-/Abstieg: 110 m