Luger Friedrich (Friedrichsfelsen)

Spirkelbacher Höllenberg-Tour

Ferkelsteine auf dem Höllenberg

Die Spirkelbacher Höllenberg-Tour – das klingt feurig und nach Anstrengung. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Es handelt sich bei der Runde um einen Premiumwanderweg: Er muss verschiedene Kriterien erfüllen, wie z. B. natürliche Wegbeschaffenheit, eine gute Markierungsqualität und ein schönes Landschaftsbild aufweisen. Dann bekommt er ein Wandersiegel vom Deutschen Wanderinstitut, das bescheinigt: Das ist eine tolle und lohnenswerte Runde.

Nachdem die Wahl auf diese Halbtagestour gefallen war – die Wanderung ist acht Kilometer lang – ging es an einem Mittwoch nach Spirkelbach im südlichen Pfälzerwald. Am dortigen Wanderparkplatz am Ortsausgang Richtung Schwanheim befand sich zur Einstimmung eine schöne Reliefkarte der näheren Umgebung.

Ferkelsteine

Der Wanderweg begann gleich neben dem Parkplatz, es ging mit der Markierung mit dem weißen Teufel auf dem roten Grund gleich bergauf. Doch das hielt nicht lange so, bei der ersten Abzweigung führt das Wegzeichen auf einen Forstweg, der nun langsam wieder abwärts führt. Aha, man kann sich also erst einmal warm laufen, bevor es zur Sache geht. Bald führte der Weg wieder am Ortsrand von Spirkelbach entlang und passierte zwei Sportplätze. Nun wanderte ich aber auch wirklich in den Wald hinein und bald darauf hinauf zum Kleinen Ferkelstein. Ja, der heisst wirklich so – warum, konnte ich aber nicht herausfinden.

Zehn Minuten später erreichte ich seinen Bruder, den Großen Ferkelstein. Der Aussichtspunkt auf dem Felsen war etwas zugewachsen, man konnte jedoch auf die Berge der Umgebung schauen und im Süden war auch Wernersberg zu sehen. Vor dem Felsen auf der rechten Seite führte mich jedoch ein schmaler Pfad hinunter zu dem Felsenfuß. Und wenn ich so dastand und die Buntsandsteinwand hinaufschaute, kam ich mir ziemlich klein vor. Ein schöner Ort, der zum Verweilen einlud und so machte ich meine erste größere Rast.

Auf dem Klingel-Kopf

Gestärkt machte ich mich dann dran, den Höllenberg zu erklimmen: Die Höllenberg-Tour führte auf dem Bergrücken bergan auf den 455 Meter hohen Klingel-Kopf, gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung. Hier befanden sich einige weitere Sandsteinfelsen – die allerdings nicht so spektakulär waren wie die bereits besuchten Ferkelsteine.

Von nun an wanderte ich bergab, bevor es wieder hinauf ging – wäre auch zu schön gewesen. Unterwegs kam ich zu einem Gleitschirmstartplatz, an dem ich eine kleine Pause einlegte und die Aussicht auf Hauenstein genoss.

Einige Minuten später gelangte ich auf einer Anhöhe zu einer Schutzhütte des Pfälzerwald-Vereins aus Lug, die sich auf 446 Meter Höhe befand. Das war aber nun auch die letzte Steigung gewesen – von nun an lief ich abwärts, ziemlich kräftig sogar.

Luger Friedrich

Das nächste Ziel war der Luger Friedrich, auch Friedrichsfelsen genannt, eine 59 Meter hohe Felsnase. Von der Aussichtsplattform schweifte mein Blick über das Lugbachtal. Dieser Felsen wird auch gerne von Kletterern besucht.

Höllenfelsen

Nach etwa fünf Minuten konnte ich eine weitere Felsformation besuchen, den Höllenfelsen. Hier lud mich eine sonnige Bank zur letzten Rast ein, mit Blick über das Tal und die Felsen.

Nach insgesamt vier Stunden erreichte ich wieder den Parkplatz, wo diese schöne Wanderung endete.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 8,1 km, An-/Abstieg: 310 m