Donauversinkung

Premiumweg Donauversinkung

Donauversinkung und Höweneggkrater

Bereits im Oktober unternahm ich die Wanderung auf dem Premiumweg Donauversinkung am Rande der Schwäbischen Alb bei Immendingen. Da ich mit dem Zug unterwegs war, ging es erst einmal vom Bahnhof mit dem Wegzeichen des Schwarzwald-Jura-Bodensee-Wegs, der grünen Raute, in knapp 25 Minuten bei Nebel zum Einstiegspunkt. Am Beginn des Premiumwegs befindet sich eine Infokarte, die Auskunft über die Wegstrecke gibt. Die gesamte Tour weist das Wegzeichen der „Donauwelle” den Weg.

Zu Beginn führt der Weg entlang der jungen Donau. Bereits nach wenigen hundert Metern erreicht man den ersten Höhepunkt der Runde, die Donauversinkung. Hier kämpfte sich die Sonne durch den Nebel und gab der geologischen Attraktion einen mystischen Anstrich.

Donauversinkung

An der Donauversinkung fließt das Wasser des Flusses in unterirdischen Hohlräumen ab und tritt beim zwölf Kilometern entfernten Aachtopf wieder aus. Die erste bezeugte vollständige Versinkung stammt aus dem Jahr 1874. Die Anzahl der Versinkungstage ist seitdem stark angestiegen: Ende des 19. Jahrhunderts gab es jährlich etwa 80 Versinkungstage, der Rekord stammt aus dem Jahr 1921 mit 309 Versinkungstagen. Da die unterirdische Donau pro Jahr etwa 7000 Tonnen Kalk aus dem Karstsystem abführt wird auf lange Sicht die Donau wohl vollständig zum Aachtopf umgeleitet.

N 47° 55.753', E 8° 45.46'

Der folgende Abschnitt zur ehemaligen Bahnstation Hattingen ist recht unspektakulär, unterwegs passiert man noch das Möhringer Viadukt. Nun führt der Wanderweg langsam bergan. Unterwegs kommt man am Michelsloch vorbei, einem Erdfall, auch Doline genannt. Der Weg führt nun eben zum einem Rastplatz mit Blick auf die Hegauberge, die jedoch aufgrund der Luftfeuchtigkeit leider nicht zu sehen waren.

Nun dauerte es nicht mehr lange zum nächsten Höhepunkt der Tour, dem Höweneggkrater, in dem sich ein See gebildet hat. Ein Pfad führt um den ehemaligen Steinbruch herum, empfehlenswert ist eine Rast auf der Liegebank hoch über dem Abgrund mit Blick zum Hegau.

Höweneggkrater

Der Höwenegg ist ein ehemaliger Vulkan und zählt geologisch zu den Hegaubergen. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1979 wurde hier Basalt für den Straßenbau abgebaut, daher wird man als Besucher von einem tiefen Loch empfangen, in dem sich ein See gebildet hat. In den 1930ern Jahren wurden hier größere Fossilienfunde gemacht. Einst stand auf dem Gipfel die Burg Hewenegg, sie fiel jedoch dem Basaltabbau zum Opfer.

N 47° 54.724', E 8° 44.424'

Nun führt der Weg wieder hinab und durch Wald und Wiesen zum Startpunkt.

Fazit

Die 13 km lange Rundwanderung ist sehr empfehlenswert. Zwei interessante geologische Sehenswürdigkeiten werden besucht, unterwegs erfährt der Wanderer auf Infotafeln einiges über die Geologie und die Botanik der Region zwischen Schwäbischer Alb, dem Hegau und der Baar. Die Beschilderung ist vorbildlich, auch ohne Karte kann man sich nicht verlaufen. Unterwegs kann man in Hattingen Bahnstation einkehren und am Ende am Startpunkt bei Nina's Ess-Art.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 12,9 km, An-/Abstieg: 260 m