Am Europarundweg: Spanien

Nördlicher Schwarzwald

Dobelbachtal und Europarundweg

Die Umgebung von Bad Herrenalb ist immer eine Wanderung wert – daher war es für mich keine Frage, ob ich dort wieder eine Wanderung unternehme, sondern nur wann. Ende März fuhr ich mit der S-Bahn wieder einmal in diese Stadt und unternahm eine Wanderung hinauf nach Dobel.

Bad Herrenalb empfing mich mit herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel, als ich am Bahnhof ankam. Von dort führte mich die blaue Raute ein Stück an den Gleisen und der Alb entlang.

An einer Abzweigung folgte ich der gelben Raute Richtung „Dobel” die Stufen hinauf. Am Ortsrand verließ ich jedoch wieder das Wegzeichen und folgte dem unmarkierten Weg hinab zum Einstieg in den Naturerlebnispfad Dobel. Gleich nach der Brücke zeigt ein Wegweiser auf den Dobelbachweg. Das Rauschen des Bachs begleitete mich auf dieser Teilstrecke, an einer Station des Erlebnispfads gibt es einen Hörtrichter, der das Wasserrauschen verstärkt.

Vorbei an weiteren Stationen führte der Pfad bald an einem Kneippbecken vorbei und hinauf auf einen Forstweg. Von dort sind es nur einige Meter zum Wildgehege. Dort steht ein Beobachtungsturm, von dem man die Hirsche beobachten können soll, leider zeigte sich auf der Wiese kein Tier. Doch am Waldrand standen zwei im Unterholz und beäugten mich.

Ich folgte nun wieder der gelben Raute aufwärts. Nach einer Weile gelangte ich zur Neusatzer Pfütz am Ortsrand des gleichnamigen Herrenalber Ortsteils, einem Aussichtsturm, bei dem die Plattform inzwischen geschlossen wurde. Hier geleitete mich nun erneut die blaue Raute auf den Katzenweg nach Dobel.

Kurz vor dem Ort bog ich in den Ebenehardtweg ab, der gelben Raute und dem Europarundweg nach. Entlang der Strecke sind Bänke in den Farben der EU-Mitgliedländer aufgestellt, an denen Informationen zu dem jeweiligen Land befestigt sind. Seit 2013 sind einige Bänke ergänzt durch Kunstobjekte des Dobler Schul-Kunst-Projekts.

Vorbei an der Waldklinik gelangte ich zum „Enge Türle”. Eine Tafel vor Ort informiert über den Namen: So verlief an dieser Stelle die ehemalige Grenze zwischen Württemberg und Baden. Um zu verhindern, dass Bürger Holz aus dem badischen Wald aufluden, wurde eine Kontrollvorrichtung angebracht. Für Waldgänger und Weidevieh gab es einen schmalen Durchgang, das „Enge Türle”. Heute steht hier ein Kunstwerk, das an diese Zeit erinnert.

Es ging mit der gelben Raute Richtung „Aussichtsturm” weiter. Bald darauf überraschte mich ein Weihnachtsbaum – und das an einem warmen Frühlingstag. Wie ein Schild mich belehrte, wohnt in diesem Land der Weihnachtsmann, genauer in Rovaniemi.

Am portugiesischen Kanu ging es geradeaus in den Wald hinein und an weiteren Länderbänken vorbei. An der Kreuzung folgte ich dem Westweg nach rechts und erreichte den Aussichtsturm von Dobel. Leider hat er nur von Mai bis Oktober geöffnet, zumindest konnte ich auch vom Boden aus über die Rheinebene schauen und auch etwas den Pfälzerwald erahnen.

Nun folgten noch einige Bänke entlang des Europarundwegs, bevor es am Sportplatz entlang mit der gelben Raute Richtung „Bad Herrenalb” in den Wald und zum Lotharkreuz ging. Dieses erinnert an den Orkan „Lothar”, der in den Wäldern am 26. Dezember 1999 viele Bäume fällte. Ab jetzt ging es mit dem blauen Kreuz nur noch bergab nach Bad Herrenalb. Kurz vor dem Ort konnte ich einen Blick auf die Falkensteinfelsen auf der anderen Seite des Tals erhaschen. In Bad Herrenalb machte ich noch einen Abstecher zur Altstadt mit der Klosterkirche. Der Kurpark beherbergt in diesem Jahr die Gartenschau, im Park wurde noch fleißig gewerkelt und war noch nicht zugänglich.

Nach einem leckeren Eis im Zentrum von Bad Herrenalb ging es an der Kurpromenade entlang zurück zum Bahnhof.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 16,6 km, An-/Abstieg: 430 m