Auf dem Sturmbühl

St. Georgener Heimatpfad

Brigachquelle und Europäische Hauptwasserscheide

Der St. Georgener Heimatpfad führt auf 16 km zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung der Schwarzwaldstadt und vermittelt dabei auf 20 Infotafeln Wissenswertes. Aufgrund der längeren waldlosen Strecken empfiehlt sich die Runde im Frühjahr oder Herbst zu absolvieren, wenn die Temperaturen und die Sonneneinstrahlung nicht so hoch sind. Der Wanderweg ist an markanten Kreuzungen durch Wegweiser ausgewiesen und folgt dabei unterschiedlichen Markierungen.

Der Ursprung von St. Georgen geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das am Ende des 11. Jahrhunderts gegründet wurde.

Startpunkt der Wanderung ist am Glockenspiel auf dem Markplatz von St. Georgen. Dort ging es zunächst mit der Markierung des Mittelwergs, einer roten Raute mit weißem Balken, Richtung Kesselberg. Der Weg führte durch den Ort hinab zum Klosterweiher, der im Auftrag der Benediktiner kurz nach Gründung der Abtei angelegt wurde. Bald darauf verließ ich St. Georgen und wanderte in den Wald hinein. Am Albertsgrund vorbei ging es immer weiter auf dem Schotterweg im Wald bergan.

Unterwegs schaute ich hinab nach Brigach, einem Ortsteil von St. Georgen, der 1972 eingemeindet wurde. Nach einer Weile führte der Heimatpfad aus dem Wald heraus und in der Nähe einer Straße entlang. Die meisten Höhenmeter waren hier bereits geschafft. Der Gipfel des bewaldeten Kesselbergs konnte mit einem kleinen weiteren Anstieg erklommen werden, leider war hier keine Aussicht möglich.

Kesselberg

Der Kesselberg ist die höchste Erhebung von St. Georgen und die Grenze von drei Städten: St. Georgen, Triberg und Furtwangen. Interessant ist auch, dass bis 1810 hier die Grenze zwischen Württemberg und Vorderösterreich verlief. Im 17. Jahrhundert wurde im Gebiet des Kesselbergs Eisenerz abgebaut.

N 48° 5.957', E 8° 16.364'

An einer Kreuzung wechselte dann die Markierung, die blaue Raute wies mir den Weg Richtung „Sommerauer Höhe“. Nach einem kleinen Abstieg bestand im Gasthof Hirzwald eine Einkehrmöglichkeit, ich folgte jedoch weiter dem Weg. Bald waren in der Ferne die Höhenzüge der Schwäbischen Alb zu erkennen. An einer Abzweigung bot sich ein Abstecher hinab zur Brigachquelle an.

Brigachquelle

Die Brigachquelle entspringt im Keller des Hirzbauernhofs und fließt in einen kleinen Teich. Dort befindet sich auch eine gefasste Quelle. Unterwegs fließt das Flüßchen durch St. Georgen und Villingen und vereinigt sich nach 43 km bei Donaueschingen mit der Breg zur Donau.

N 48° 6.424', E 8° 16.879'

Nach dem Abstecher ging es wieder hinauf auf der Höhe und mit der blauen Raute weiter auf dem St. Georgener Heimatpfad. Ich wanderte auf den Sturmbühl, im Westen war auf der Höhe Schonach sehen und im Osten schweifte mein Blick erneut bis zur Schwäbischen Alb. Hier befindet sich auch die Europäische Hauptwasserscheide: Wasser, das westlich abfließt, gelangt über den Rhein zur Nordsee, das östlich abfließende Wasser über die Donau zum Schwarzen Meer.

Nach einer Weile überquerte ich die Sommerauerstraße und lief auf der Sommerauer Höhe entlang. Schön sind hier im Westen die tiefen Täler des Schwarzwalds zu sehen, während es nach Osten leicht wellig ist.

Bald passierte ich das Silberbrünnele und folgen kurz darauf dem Vagabundenwegle, an dessem Ende mich wieder die Markierung des Mittelwegs nach St. Georgen führte. Der Wanderweg leitete mich oberhalb des Ortes entlang. Es ging am Stadion vorbei und durch einen Park. Nun war es nicht mehr weit bis zum Marktplatz, an dem diese schöne und informative Wanderung wieder endete.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track

Länge: 16,1 km, An-/Abstieg: 350 m